Säulen der Homöopathie

Arzneimittelprüfung

Dosierungslehre

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Der zentrale Satz der homöopathischen
Arbeitshypothese ist die
Ähnlichkeitsregel
.

Dies bedeutet die Übereinstimmung des Krankheitsbildes mit dem Arzneimittelbild. Diese Aussage ist die eigentliche Definition der Homöopathie. Ein anderer Begriff hierfür wäre Resonanz.

Konkret im Fall der Homöopathie kann ein Arzneimittel, das bestimmte Symptome oder Krankheiten hervorrufen kann, diese Symptome auch wieder heilen .


Beispiel:

Zwei Menschen müssen eine gemeinsame Sprache sprechen um eine Kommuni- kation und damit eine Interaktionen herbeizuführen. Der Arzt zum Beispiel muß die Sprache des Kranken sprechen und verstehen.

Der Grundgedanke der Ähnlichkeitsregel und damit der Homöopathie ist der, daß der Körper bei einem Störfall " Krankheit" an sich schon richtige Handlungs- schritte einleitet, um das Gleichgewicht im Organismus wieder herzustellen. Die erste Wirkung eines Medikamentes muß es deshalb sein , diese Schritte oder Symptome des Patienten zu unterstützen oder sogar zu verstärken .

Dies geschieht mit dem Ziel, dem Organismus bei Erzeugen von Symptomen Arbeitsschritte oder " Stoffwechselschritte" abzunehmen, um Heilung zu erzeugen.

Der Körper muß für die Wiederherstellung der Gesundheit weniger Energie aufwenden,

Der Weg der Symptomerzeugung wird abgekürzt.

Beispiel:

Sie fahren mit dem Auto auf der Straße, während des Überholvorgangs kommt  ein Lastwagen entgegen. Um den Frontalzusammenstoß zu vermeiden, kann es sogar jetzt notwendig sein zu beschleunigen, um das Auto in den Graben zu lenken. Sie handeln intelligent und nehmen das kleinere Risiko in Kauf.

Fieber als Antwort des Immunsystems  auf einen viralen Reiz oder Schnupfen zur mechanischen Ausscheidung von Viren ist ein Beispiel für intelligentes Handeln oder wirkungvolle  “Symptomproduktion" des Körpers.

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Wie findet man die spezifischen Eigenschaften
homöopathischer Mittel heraus ?

Um es nach Kochbuchrezept zu beschreiben, geht man in folgender Weise vor:

Man nehme als Gesunder eine Substanz, die in Urform vielleicht giftig ist, in homöopathischer Aufbereitung regelmäßig über einen längeren Zeitraum ein.

Je nach Empfindlichkeit oder Resonanzverhalten der Versuchsperson gegenüber dem Arzneimittel entstehen beim Prüfer mehr oder weniger intensive Veränderungen der Befindlichkeit. Diese Veränderungen nennt  man Prüfungssymptome.

Diese werden dann dokumentiert und in einer Arzneimittel-Lehre, einer
Materie Medica, zusammengefaßt.

Jedes Arzneimittel wird in ihrer Wirkung auf alle Bereiche des Körpers beschrieben und nach einem Schema von Kopf zu Fuß geordnet.

Während in einer Materia medica, die Gliederung nach den Arzneimitteln erfolgt, wird in einem sogenannten Repertorium das Arzneimittel nach dem Symptom sortiert.

Beispiel:

Betrachten wir den Beipackzettel von Ben-u-ron, also Paracetamol,  einem bekannten Arzneimittel gegen Schmerzen und Fieber, so können wir in den Nebenwirkungen lesen, daß dieses Mittel in Abhängigkeit von Dosierung eine Störung der Leberfunktion auch selbst verursachen kann.

Um das homöopathische Prinzip herauszustellen, könnte man jetzt sagen: Paracetamol eignet sich vielleicht als ein Mittel einer solchen Leberfunktionsstörung, da es diese auch erzeugen kann.

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Dosierungslehre:

Dieser Punkt ist wohl der bekannteste, aber auch umstrittenste Sachverhalt, der die Homöopathie häufiger Kritik von Seiten der etablierten Wissenschaft aussetzt. Diese Dosierungslehre ist aber nicht zwangsläufig Grundbedingung der homöopathischen Funktionsweise. Für das Funktionieren der Homöopathie ist nicht die Kleinheit der Medikamentengaben - die Quantität - entscheidend, sondern die Ähnlichkeitsregel - die Qualität.

Je stärker die Kriterien der Qualität erfüllt sind, desto geringer muß die Quantität berücksichtigt werden.

Beispiel:

Nehmen wir eine Schiffschaukel, die wir in Bewegung setzen wollen. Wir wählen zu einem bestimmten Zeitpunkt an einem bestimmten Ort einen bestimmten Impuls, um ein träges System in Bewegung zu setzen. Je gezielter wir unsere Kraft einsetzen, das heißt die Qualität des Krafteinsatzes erhöhten, desto geringere Energie und damit  Quantität müssen wir aufwenden.

Die  Homöopathie muß ein System nur in Bewegung setzen und schwingen lassen, die Schaukel muß sich nicht überschlagen, deshalb eben der geringste Kraftaufwand.

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